Leipziger Buchmesse 2018 – von kaputten Luftmatratzen, Schneechaos und Falkenliebe

Mehr als eine Woche ist vergangen, seit ich zur Leipziger Buchmesse gereist bin.

Schon Mittwochabend kam ich in Leipzig an und eigentlich dachte ich, dass ich todmüde sein würde, aber wir waren noch bis um 2 Uhr nachts wach. Wie schon letztes Jahr durfte ich bei Annie Laine auf der Luftmatratze schlafen. Ein sehr interessantes Erlebnis, denn die Luftmatratze hatte ein Loch. Fragt mich nicht wo, wir haben es einfach nicht gefunden.

Donnerstag war noch ein ruhiger und vor allem schöner Tag. Da hatte ich echt noch Hoffnung, dass es ein Wochenende mit viel Sonne werden könnte, aber ich hätte mich nicht mehr irren können.

Saskia mit Italian Escape auf der Leipziger BuchmesseDa mir bewusst war, dass ich wahrscheinlich nicht mehr viel von der Messe sehen würde, wenn ich erst mal bei meinen Verlagen war, stand das als Erstes auf dem Plan. Etwa um die Mittagszeit herum fand ich mich dann in Halle 2 beim Eisermann Verlag ein und durfte zum ersten Mal mein neustes Buch “Italian Escape – Die letzte Erbin” in den Händen halten. Das ist so ein tolles Gefühl und war definitiv mein Highlight des Tages.

Dann ging es weiter zum Hawkify Books Stand, der zum Glück nicht weit entfernt lag. Sonst hätte ich in den nächsten Tagen definitiv noch mehr Laufweg gehabt. Ich war schon sehr gespannt auf alle meine Autorenkolleginnen, die ich bisher nur aus unserem Verlagschat kannte.

Spätestens an diesem Tag war mir klar: Es ist toll, eine Falke zu sein. Jedes Mal, wenn ich an den Stand kam, war es wie in unserem Chat. Man hatte gefühlt über 100 Nachrichten verpasst, versuchte trotzdem irgendwie ins Gespräch einzusteigen und es gab viel zu Lachen. Ich kann nicht mal sagen, dass ich mich bei jemandem besonders freute, ihn zu sehen, weil ich alle gleich lieb habe.

Die letzte Veranstaltung am Donnerstag war die Kickoff-Veranstaltung zum tolino-Schreibwettbewerb. Ich will versuchen daran teilzunehmen und fand es sehr interessant, was in der Veranstaltung erzählt wurde. Mal sehen, ob ich bis zum Einreichungsschluss fertig werde.

 

Freitag fing das Wetter dann an, schlechter zu werden. Es regnete, was schon bald zu Schnee wurde. Deswegen entschied ich mich auch dagegen, mein Kleid am Freitag anzuziehen. Samstag wäre das Wetter sicher schöner (hier bitte sarkastisches Auflachen einfügen).

Saskia mit Poster von Entflammtes Erbe auf der Leipziger BuchmesseAuch den Freitag verbrachte ich wieder zwischen den Ständen und ich hatte meine erste Signierstunde bei Hawkify Books. Schon länger hatte ich davon geträumt, mein eigenes Cover als Poster zu bekommen und nun war es wahr geworden. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Poster zu signieren und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es im Juni ein Buch wird.

 

Dann kam der Samstag und mit ihm der Schnee. Nichtsdestotrotz zog ich mein Kleid an (Sommerkleid, bis zu den Knien, wohlgemerkt). Da Annis Mitbewohnerin Klaudia uns informierte, dass die Trams extrem unregelmäßig fuhren, wollten wir zur S-Bahn laufen. 20 Minuten durch den Schnee, mit Turnschuhen, dünner Strumpfhose und besagtem Kleid. Ich frage mich bis heute, wo die Erkältung ist, die ich ab diesem Moment fest erwartet hatte. Die S-Bahnen fuhren gar nicht, aber zumindest eine Tram kam nur wenig später und wir gelangten problemlos zur Messe.

Dort war es unglaublich leer, so frei waren die Gänge an einem Samstagmorgen noch nie. Trotzdem wollte ich nichts riskieren und gemeinsam mit meinen Falkenkolleginnen Katrin R. Petzold und Jo D. Shannon stellte ich mich schon eine Stunde vor Ava Reeds Signierstunde vor den Ueberreuter Stand. Ich habe es nicht bereut. Wir waren als 5. dran, haben problemlos ein Buch bekommen (mit der tollen Tasche) und mussten nicht ewig anstehen. Die Schlange war zum Ende hin nämlich extrem lang.

Danach war auch schon meine Signierstunde bei Hawkify Books und es wurde kühl (Grund 2 wieso ich jetzt eigentlich krank im Bett liegen sollte). Der Stand war leider direkt an einer Außentür und natürlich konnten die Leute nicht einfach den ausgeschilderten Ausgang nehmen, sondern mussten auch durch die Tür raus. Jedes Mal traf mich kalte Luft und als die Signierstunde vorbei war, habe ich mir als erstes beim Eisermann Verlagsstand Tee geholt.

Da ich noch bis kurz nach 5 eine Signierstunde beim Eisermann Verlag hatte, machte ich mich direkt auf dem Weg zur Moritzbastei, in der die impress/Dark Diamonds Leserparty stattfand. Ich hatte Anni schon geschrieben, dass sie mir mein Kleid (ja, noch eins), meine Ballerinas und mein Ticket mitbringen sollte. Denn wann bekommt man schon die Chance sein Abschlussballkleid ein weiteres Mal anzuziehen, als wenn man sich als Prinzessin verkleidet.

Saskia mit Gesichtstattoo auf der Leipziger Buchmesse Die Leserparty war sehr lustig, auch wenn ich bis auf die beiden Lesungen von Valeria Bell und Annie Laine keine weitere mitbekommen habe. Stattdessen ließen wir uns von einer Facepaint-Künstlerin schminken – Ich entschied mich für Feuer, schließlich liebe ich Feuer und machten dann Fotos. Hätte das Bild nicht auf Annis Kissen abgefärbt, ich hätte es nicht noch direkt an dem Abend wieder abgeschminkt.

 

Sonntag hätte ganz entspannt sein können, wäre ich nicht wegen der Bahnen so nervös gewesen. Alle paar Minuten habe ich auf meinem Handy nachgeschaut, ob meine Bahn noch fuhr und wappnete mich schon dafür, nicht nachhause zu kommen. Aber es war kein Problem. Mein Zug fuhr, zwar mit 40 Minuten, aber solange er nur irgendwie fuhr, war mir alles recht.

 

Fazit:

Es war meine zweite LBM und wieder hat es viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf die nächste LBM und bin stolz auf mich, dass ich meine 10 Bücher als Maximum eingehalten habe.Ausbeute der LBM

 

Und den Rest des Winters gilt: Im Gegensatz zu Leipzig ist das gar nichts!

Meine Fantasywesen: Vampire

Neben Hexen mag ich Vampire am liebsten. Das hat natürlich, keinen wird es wundern, mit Twilight begonnen und danach habe ich fast nur noch Reihen über Vampire gelesen. Selbst wäre ich ungern ein Vampir. Dieses Bluttrinken finde ich dann doch nicht ganz so prickelnd.

Meine Einflüsse:

Als ich meine Vampire geplant habe, war das ein bisschen schwieriger als bei Hexen. Das lag vor allem daran, dass ich schon so viele verschiedene Vampir-Reihen gelesen habe und es schwierig war, etwas eigenes zu erfinden.

Den größten Einfluss hatte die Jungs zum Anbeißen-Reihe von Mari Mancusi auf mich. Jonathan hat seine Ursprünge in General Jareth und auch die Zirkelstruktur, die in Teil 2 von Magica auftaucht, habe ich in dieser Reihe das erste Mal gesehen und im Vergleich zu den Hexenstämmen fand ich das sehr gut.

Ein weiterer Einfluss waren die allgemeinen Legenden zu Vampiren. In Fantasy hat man zwar viele Freiheiten, aber zum Beispiel bei Vampiren gibt es doch einige Gegebenheiten, die inzwischen zum Standard geworden sind. Vampire sind unsterblich, unglaublich stark, haben extrem gute Sinne und müssen Blut trinken. An diese Gegebenheiten habe ich mich gehalten, aber eine wichtige Sache habe ich geändert.

Die Sache mit der Sonne. Mir war von Anfang an klar, “meine Vampire glitzern nicht”. Aber das mit dem Verbrennen fand ich für einen Adelsfamilie auch etwas blöd. Deswegen habe ich mich für einen anderen Weg entschieden.

Meine Vampire:

Meine Vampire können in die Sonne gehen, ohne äußerlich Spuren zu zeigen. Angenehm ist es aber trotzdem nicht. Ich habe es mir so vorgestellt, dass es sich für Vampire so anfühlt, als würden sie von innen heraus verbrennen, wenn die Sonne ihre Haut berührt. Man kann sich also in die Sonne wagen, aber um nicht aufzufallen, muss man eben geübt darin sein, sich den Schmerz nicht anmerken zu lassen.

Wie ich oben schon erwähnte, würde mich das Bluttrinken davon abhalten, selbst ein Vampir zu werden. Auch meine Vampire können nicht ohne Blut überleben. Die meiste Zeit reicht ihnen zwar Tierblut, aber sie müssen regelmäßig auch etwas Menschenblut trinken, um nicht ihren Gelüsten zu erlegen.

Ich mag meine Vampire, weil sie nicht vom Grundsatz her böse sind, aber trotzdem von ihren Instinkten übermannt werden können, wenn sie nicht aufpassen. Vor allem diese Sache mit der Sonne hat mich bisher bei den meisten Vampiren gestört, weil die Sonnenallergie einem so viele Möglichkeiten nimmt. Deswegen bin ich glücklich darüber, wie ich es bei mir gelöst habe.

 

Meine Fantasywesen: Hexen

Hexen sind meine absoluten Lieblingswesen. Wenn man mich fragen würde, was ich gerne wäre, müsste ich nicht lange überlegen. Zauberkräften wären richtig cool. Was man damit alles anstellen könnte. Aber das soll jetzt kein Beitrag darüber werden, wie toll ich zaubern finden. Sondern ich will euch erzählen, was mich in Bezug auf Hexen beeinflusst hat und was genau ich bei meinen benutzt habe.

Meine Einflüsse:

Wenn man Hexen sagt, ist Harry Potter natürlich die erste Buchreihe, die einem einfällt, und natürlich habe auch ich sie gelesen. Ich wollte immer nach Hogwarts, den Sprechenden Hut aufgesetzt bekommen und den Zauberstab finden, der am besten zu mir passt.
In Bezug auf Magica hatte Harry Potter aber den Einfluss auf mich, dass ich eben genau diese Elemente nicht benutzen wollte. Keine Zauberstäbe, keine Zauberschule, das würde nur zu sehr an die Reihe erinnern.

In Bezug auf Magica mehr beeinflusst hat mich die “Buch der Schatten”-Reihe von Cate Tiernan. Ich habe die Reihe richtig verschlungen und nach Teil 3 auch auf Englisch weitergelesen, weil ich nicht warten wollte. Hier zauberten die Hexen ohne Zauberstäbe, es gab einen Zirkel und Rituale. Das war auch die Art von Hexen, die ich für Magica im Kopf hatte.

Meine Lieblingsreihe, mal abgesehen von Harry Potter, ist aber The Secret Circle von Lisa J Smith. Ich hatte die Reihe irgendwann mal am Flughafen gefunden und zur Reise mitgenommen. Auch die Verfilmung habe ich geliebt und bin noch bis heute traurig, dass die Serie nicht weiterging. Die Hexen in dieser Reihe sind ebenfalls in Zirkel organisiert und ziehen ihre Kräfte ebenfalls aus der Natur.

Meine Hexen:

Mir war schnell klar, dass ich einen Hexenstamm wollte und auf keinen Fall Zauberstäbe. So schön ich mir das bei Harry Potter vorstelle, die traditionellen Hexen zaubern in meinem Kopf ohne Stäbe, nur mit ihren ausgestreckten Händen (wenn überhaupt).

Außerdem sind sie für mich mit der Natur verbunden. Sie ziehen ihre Kräfte aus der Natur und da dauerte es nicht lange, bis ich die Erdgöttin Gaia zur ihrer Göttin machte. Von ihr hatten die Hexen ihre Kräfte erhalten und alle Rituale richteten sich an Gaia.

Jede Hexe bekommt bei mir ein Element zugewiesen. Für mich war es selbstverständlich, dass die Naturverbundenheit mit den vier Elementen zu tun hatte. Jede Hexe sollte die Elemente lernen, aber nur eines wirklich perfekt beherrschen können.

Ich mag meine Hexen, weil sie ihre Kräfte in sich tragen und sie immer benutzen können. Ein Fingerschnipsen und sie können ein Feuer auslösen. Gleichzeitig gibt es noch eine Göttin, die Einfluss nehmen kann und ohne die es diese Kräfte gar nicht geben würde.

Bei mir ist es nicht der Teufel, sondern Gaia, die die Hexen beeinflusst.

Wie schreibe ich ein Buch? – Schreibblockade

Welcher Autor kennt sie nicht, die Schreibblockade? Man kommt einfach nicht weiter, hat oft auch keine Lust zu schreiben und findet im schlimmsten Fall alles blöd, was man geschrieben hat.

Auch ich bin von diesen Schreibblockaden immer wieder betroffen, erst Mitte Januar musste ich wieder mit einer kämpfen. Um eine Schreibblockade gibt es zwei wichtig Dinge, die Gründe und die “Lösung”.

Ein häufiger Grund bei mir ist Stress oder Druck von außerhalb. Das habe ich vor zwei Jahren miterlebt, als ich noch auf Wattpad schrieb und versucht habe, jede Woche ein neues Kapitel zu posten. Das hat mich so unter Druck gesetzt, dass ich gar keinen Spaß mehr am Schreiben hatte und alles viel länger gedauert hat.

-> Lösung: Ich hab vorgeschrieben. Dadurch, dass ich dann mehrere Kapitel fertig hatte, stand ich nicht mehr so unter Druck und konnte wieder lockerer schreiben.

Ein weitere Grund ist bei mir meistens, dass mir das, was ich zuvor geschrieben habe, nicht gefallen hat. Es kann sich nur um einen Absatz handeln, aber auch um alles, was bisher geschrieben wurde.

-> Lösung: Manchmal reicht es da einfach, ein paar Abschnitte zu löschen, um wieder neu anzusetzen. Ist das Problem tiefgreifender, gehe ich mit Block und Stift auf Problemsuche und schreibe alles auf, was mich stört. Das versuche ich dann zu ändern, selbst wenn es bedeutet, dass ich alles nochmal neu schreiben muss.

Was ich jedoch bei einer Schreibblockade nie mache, ist mich zum Schreiben zwingen. Das bringt bei mir nichts und dabei kommt nur Stuss raus. Spätestens in der Überarbeitung bekomme ich dann die Retourkutsche dafür und muss viel mehr arbeiten, als ich gemusst hätte, wenn ich einfach Pause gemacht hätte.

Das ist nämlich mein erster Lösungsversuch: Einfach nicht schreiben. Vielleicht was Lesen oder sich irgendwie anders ablenken. Wenn es danach nicht klappt, kann man weitersehen, aber manchmal ist es einfach nur so, dass man eine kurze Pause braucht.

Genre-Wirrwarr – Romance oder Fantasy?

Wenn man sich mal näher mit Genre beschäftigt, wird einem erst klar, wie viele Unterkategorien es eigentlich gibt. Natürlich kann man es in die Oberbegriffe Romance, Fantasy, Krimi und so weiter einteilen, aber selbst das fällt manchmal schwer.

Statt jetzt genauer auf die vielen Unterkategorien einzugehen, will ich ein bisschen darüber schreiben, wieso ich genau in den beiden Genre schreibe, in denen ich schreibe, und welches mir davon lieber ist.

Fantasy

1. Es ist mein Lieblingsgenre zum Lesen.

2. Wenn man Fantasy schreibt, hat man viele Möglichkeiten. Man kann seiner Hauptfigur so viele Gaben geben, die Welt beugen, wie man will. Solange es noch einigermaßen logisch ist.

3. Man kann die Handlung mit einem neuen Wesen wieder komplett unterschiedlich aufziehen. Eine Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem Menschen sieht sich anderen Schwierigkeiten gegenüber, als eine Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Menschen.

Romance

1. Eine Geschichte ohne Liebesgeschichte ist für mich nur halb so gut.

2. Liebesszenen sind die Szenen, die mir am meisten Spaß beim Schreiben machen.

3. In einer realen Welt muss man sich nicht so viel ausdenken, sondern kann die Gegebenheiten nutzen, die schon existieren.

Romance oder Fantasy

Obwohl mir Romance auch viel Spaß beim Schreiben macht, ist es doch noch schöner, wenn ein kleiner Funke Fantasie dabei ist. Der Großteil meiner derzeitigen Ideen ist Fantasy, weil mir dazu auch einfach schneller etwas einfällt. Vielleicht ändert sich das irgendwann noch, aber derzeit sieht es eher nicht so aus.

Wie schreibe ich ein Buch? – Titelsuche

Den richtigen Titel zu finden ist etwas, das für manche Autoren total unwichtig ist und für andere ein Punkt, ohne den sie nicht zu schreiben anfangen können.

Ich gehöre zur zweiten Hälfte. Für mich ist es wichtig, dass das Buch einen einigermaßen annehmbaren Titel hat, bevor ich zu schreiben anfange. Bei veröffentlichten Büchern bin ich schon kein Fan von diesen Namenstitel, also z.B. Joe & Lexi, deswegen will ich das auch auf keinen Fall bei meinem Buch stehen haben.

Wenn ich meine Titel suche, dann habe ich nebenbei auch immer gleich Amazon auf. Natürlich ist es so, dass ein Verlag schlussendlich das letzte Wort hat, aber trotzdem will ich einen Titel, den man möglicherweise benutzen könnte. Deswegen schaue ich bei jedem Titel, der mir einfällt, ob es ihn schon gibt.

Inzwischen bin ich soweit, dass ich meistens den Arbeitstitel bis zum Ende behalte, aber anfangs habe ich meinen Arbeitstitel oft während des Schreibens geändert.

Zwei Beispiele:
Dangerous Love -> Magica – Quelle der Macht

Un amore italiano -> Immersion – Die letzte Erbin -> Italian Escape – Die letzte Erbin

Wonach suche ich meine Titel aus?

Ich suche mir meist etwas, das zu dem Buch passt, aber nicht schon zu oft benutzt wurde. Zum Beispiel “der letzte Sommer”. Das ist etwas, was man schon öfter gelesen hat und von dem ich deswegen meist Abstand nehme.

Überlegt euch für den Titel, was das Essentielle in eurem Buch ist. Welche Schwierigkeiten müssen eure Protagonisten überwinden? Welche Wesen spielen eine Rolle? Wo spielt das Buch? Wer genau ist eurer Protagonist?

Eine oder mehrere dieser Fragen werden euch Punkte liefern, mit denen ihr dann basteln könnt.

Beispiel: Entflammtes Erbe

Entflammt -> Phönixe sind gegen Flammen immun und können ohne Probleme in Flammen aufgehen

Erbe -> es geht um Familiengeheimnisse, die aufgedeckt werden

Wie schreibe ich ein Buch? – Plotten

Jeder Autor plottet anders. Manche plotten gar nicht.

Anfangs habe ich auch nicht geplottet, sondern einfach ins Blaue hineingeschrieben. Das hat sich aber seit Magica geändert, da ich da mit den Sichten aufpassen musste, dass sie gut aufeinander passen.

Seitdem existieren bei mir, bevor es richtig ans Schreiben geht, ein Exposé und ein sogenannter Kapitelplan.

Wie genau ein Exposé bei mir aussieht, erkläre ich in einem späteren Beitrag, aber ich zeige euch mal mit dem Anfang von Italian Escape, was ich mit Kapitelplan meine.

Plotten IE

Hier seht ihr den ursprünglichen Kapitelplan von Italian Escape. Während der Überarbeitung ist der Prolog zu Kapitel 1 geworden und alles hat sich von der Nummerierung verschoben, aber von der Handlung her, ist es gleich geblieben.

Wenn ich also meinen Kapitelplan erstelle, schreibe ich mir als erstes die 30 Kapitel auf, die es mit Inhalt zu füllen gilt. Dabei kann es natürlich sein, dass es am Ende mehr Kapitel werden, da ich ab und zu den Kapitelplan an neue Gegebenheiten anpasse, aber die 30 Kapitel sind bei mir das Grundgerüst.

Dann fülle ich nach und nach die Kapitel mit kurzen “Überschriften”, die sagen, was in dem Kapitel passieren soll. Wie ihr sehen könnt, ist das meist keine große Vorgabe und dadurch haben meine Protagonisten noch einen eigenen Handlungsspielraum. Ich will nur, dass die Überschrift in dem Kapitel abgehandelt wird.

Manchmal wird aus einem Kapitel beim Schreiben zwei, aber das lässt sich in einem Word-Dokument zum Glück einfach ändern.

Das ist bei mir auch sehr wichtig. Zwar will ich vor Beginn des Schreibens den Großteil der Kapitel gefüllt haben und auf jeden Fall die wichtigsten Handlungspunkte festsetzen, aber während des Schreibens kann sich immer wieder was ändern. Bei Entflammtes Erbe habe ich zum Beispiel das Ende einige Male geändert, bei Camelot einige Kapitel verlängert.

Aber für mich ist der Kapitelplan auch nur eine Sicherheit, die ich inzwischen einfach zum Schreiben brauche. Steckbriefe, Zeitleisten oder die Schneeflocken-Technik sind bei mir nicht wichtig. Solange ich meinen Kapitelplan ungefähr ausgefüllt habe, kann ich einigermaßen problemlos schreiben.