Eine Brille auf einem Buch.
Hinter den Kulissen des Schreibprozesses

Buch schreiben – Die Zeitform

Die Handlung ist geplant, die Charaktere stehen auch fest. Jetzt kann es mit dem Buch schreiben losgehen. Aber welche Zeitform? Erfahre hier, wie du dich für die richtige entscheidest und was dabei beachten solltest.

Buch schreiben – Zeitform Gegenwart

Wenn du dein Buch in der Gegenwart schreibst, bist du näher am Geschehen dran. Du kannst deinem Leser oder deiner Leserin so vorspielen, dass die Ereignisse im Buch gerade in diesem Moment passieren.

Buch schreiben – Zeitform Vergangenheit

Viele Geschichten und Bücher werden in der Vergangenheit erzählt. Allein der typische Märchenbeginn “Es war einmal …” beweist das. Daher sind viele Leser das gewohnt. Theoretisch könntest du bei Vergangenheit mit Wissen aus der Zukunft spielen, jedoch solltest du das im Buch davor erklären.

Vorsicht bei Gedanken: Die musst du trotzdem in der Gegenwart schreiben. Schließlich denkt keiner von uns in der Vergangenheitsform über einen derzeitigen Moment nach.

Die Zeitform in meinen Büchern

Bei meinen Schreibanfängen habe ich in der Gegenwart geschrieben. Damals habe ich mit Fanfictions zur “Jungs zum Anbeißen”-Reihe von Mari Mancusi angefangen und die hat in der Gegenwart geschrieben. Also habe ich das auch getan, um dem Schreibstil nah zu sein. Auch meine ersten Bücher entstanden im Präsens.

Aber irgendwann habe ich mit Magica gemerkt, dass mir die Vergangenheitsform plötzlich leichter fiel. Also habe ich alle bis dato existierenden Skripte auf Wattpad umgeschrieben. Unter anderem auch die erste Fassung von Chroniken des Himmels. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, wie viele Verben in einem Skript sind und wie anstrengend es ist, die alle anzupassen.

Seitdem schreibe ich aber immer in der Vergangenheit, obwohl ein Skript auf meinem Laptop liegt, dass ich zum Spaß in der Gegenwart begonnen habe. Dort schreibe ich nur zum Spaß und wenn ich dann ab und zu nicht direkt beim Losschreiben dran denke, beginne ich auch hier in der Vergangenheit. Beim Lesen ist es bei mir übrigens auch so, dass mein Kopf automatisch Verben in der Gegenwart in die Vergangenheit versetzt. Deswegen fällt es mir manchmal gar nicht aktiv auf, in welcher Zeitform ein Buch geschrieben ist. Mein Kopf regelt das für mich.

Wie treffe ich die Entscheidung vorm Buch schreiben für die richtige Zeitform?

  1. Probiere beide Varianten aus und schau, mit welcher es am besten läuft. Manchmal kann das auch von Genre zu Genre oder sogar von Skript zu Skript unterschiedlich sein. Teste es einfach aus.
  2. Überlege dir, wie nah du am Geschehen dran sein willst. Mit der Gegenwart bist du deutlich näher als mit der Vergangenheit.
  3. Überlege dir, was du beim Lesen selbst am liebsten magst. Das kann dir auch schon viel Aufschluss geben.

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