Auf dem Bild ist ein aufgeklappter Laptop zu sehen, neben dem ein Notizbuch und ein Handy liegen.
Hinter den Kulissen des Schreibprozesses

Einfach zu schreiben anfangen

… wenn es nur so einfach wäre

Heute geht es mal um ein Thema, das jeder auf irgendeine Art und Weise nachvollziehen kann. Eine Tätigkeit beginnen. Das, was ich in den nächsten Absätzen beschreibe, lässt sich nicht nur aufs Schreiben anwenden, sondern auch auf andere Hobbys oder Aufgaben. Dabei schaue ich mir zwei Arten an, wo „einfach zu schreiben anfangen“ manchmal gar nicht so einfach ist. Zuerst den Anfang der Geschichte an sich und dann die Motivation zu finden, allgemein ein paar Wörter oder Seiten zu tippen.

1. Der Buchanfang

Ich habe schon mal einen Beitrag über den ersten Satz geschrieben. Darin gehe ich darauf ein, wie wichtig der erste Satz oder der Anfang ist, um den Leser in den Bann zu ziehen. Das kann einen Druck aufbauen und dazu führen, dass man als Autor_in den Anfang mehrmals umformuliert.

Wie steigt man am besten ein? Was macht am meisten Spaß, ohne den Leser zu sehr zu verwirren? Es ist eine Gratwanderung, die perfekte Situation auf Anhieb zu finden. Selbst wenn man weiß, was im ersten Kapitel passieren wird, bedeutet das noch lange nicht, dass klar ist, wie man genau beginnt.

Bei meinem letzten Skript ging es mir so, dass ich exakt wusste, wie das erste Kapitel ablaufen würde. Die ersten Absätze habe ich trotzdem mehrmals umgeschrieben und Stand jetzt weiß ich immer noch nicht, ob sie so stehen bleiben oder in der Überarbeitung nochmal verändert werden.

Nur in den seltensten Fällen bleibt der ursprüngliche Anfang und das ist auch mein Tipp an alle Autor_innen da draußen: Ihr könnt es immer noch ändern. Ja, die ersten Absätze sind wichtig, aber zum Glück sitzen wir inzwischen an einem Computer und nicht mehr an einer Schreibmaschine. Das macht das Löschen von Wörtern gleich viel einfacher.

2. Der innere Schweinehund

Einfach zu schreiben anfangen lässt sich auch auf den täglichen Schreibsoll übertragen. Manchmal habe ich einfach keine Lust und starre das Skript an, ohne dass sich etwas tut (Surprise). In den meisten Fällen ist es aber dann so, dass ich nach den ersten paar Sätzen schon im Flow bin und die Motivation plötzlich da ist. Ich muss nur den inneren Schweinehund überwinden und anfangen.

Ab und zu trickse ich in Bezug darauf auch. Wer mir auf Instagram folgt, kennt vielleicht schon meine Technik, bei der ich mir ab einer bestimmten Menge Wörter eine Süßigkeit gegönnt habe. Das funktioniert übrigens auch mit Büchern, solltet ihr gerade viel lieber in eurem derzeitigen Buch weiterlesen wollen. Ein Kapitel lesen und dann mindestens so viele Wörter schreiben, wie ihr Seiten in dem Buch bisher gelesen habt. Selbst wenn ihr da erst am Anfang seid und es erst 10 Seiten oder so sind, werden es trotzdem mehr Wörter, weil ihr einen Absatz fertig schreiben wollt oder Ähnliches.

Einfach anfangen zu schreiben … doch möglich?

Der Anfang ist immer schwer. Beide Arten. Aber es gibt einige Tricks, wie ihr das umgehen könnt. Allgemein gilt aber zumindest meinerseits trotzdem: Wenn es gerade einfach nicht läuft, dann nehmt euch eine Pause. Macht den Kopf frei. Auch das kann oft wahre Wunder bewirken.

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