Filmrezension “Love, Simon”

Obwohl mir das Buch zu Love, Simon seit seinem Erscheinen schon oft über den Weg gelaufen war, hatte ich es noch nicht gelesen, als ich mich in den Kinosaal setzte. Ich war gespannt und hatte hohe Erwartungen. Schließlich hatte ich über das Buch schon so viel Gutes gehört.

Humor und Gefühle als große Pluspunkte von Love, Simon

In den ersten Minuten hatte ich Angst, dass diese Erwartungen zu hoch waren. Der Film beginnt mit der Art von Vorstellung des Protagonisten Simon, die ich schon bei Büchern nicht mag. Ich bin Simon, das ist meine Familie, das sind meine Freunde, etc. ist normalerweise ein Grund, aus dem ich ein Buch weglegen würde.

Aber zum Glück hielt das nur für die ersten Minuten an und schnell nahm mich der Humor des Films in Beschlag. Ich konnte lachen und es fühlte sich nicht erzwungen an. Der Humor ist für mich der wohl größte Pluspunkt des Films.

Von Anfang an ist klar, dass Simon schwul ist, jedoch weiß das keiner in seinem Umfeld. Eines Tages meldet sich auf einem Sozialen Netzwerk der Schule ein unbekannter Junge, der sich Blue nennt, und gesteht, dass er schwul ist. Simon beginnt mit ihm zu schreiben, weiß jedoch nicht, wer sich hinter dem Namen versteckt. Gleichzeitig muss er einem Mitschüler helfen, mit einer guten Freundin zusammenzukommen, damit dieser nicht der ganzen Schule verrät, dass Simon schwul ist.

Sehr spannend fand ich es, dass man immer wieder die Situationen der Mails aus der Sicht der Person sieht, von der Simon gerade vermutet, dass es Blue ist. Dadurch wurde man als Zuschauer direkt miteinbezogen und dazu gezwungen sich zu fragen, ob diese Person wirklich  Blue ist.

Nachdem Simons Geheimnis schlussendlich doch enthüllt wird, ersetzen Gefühle den Humor. Hierbei muss ich echt den Hut ziehen, denn ich konnte alles genauso mitfühlen, wie Simon es auch gefühlt hat. Menschen, die etwas näher am Wasser gebaut sind als ich, würde ich definitiv Taschentücher empfehlen.

 

Die Schauspieler

Schauspielerisch kann sich das Ensemble von Love, Simon wirklich sehen lassen. Stars wie Jennifer Garner und Josh Duhamel als Simons Eltern und Katherine Langford, die vielen aus der Serie Tote Mädchen lügen nicht bekannt ist, als Simons beste Freundin sind keine unbekannten Gesichter. Auch für Hauptdarsteller Nick Robinson ist es nicht die erste Rolle in einer Jugendbuchverfilmung, da er schon die männliche Hauptrolle in Du neben mir spielte. Vor allem ihn empfand ich als Schauspieler sehr gut gewählt. Er schafft es mit seiner Darstellung von Simon eine Nähe zum Zuschauer herzustellen und wirkt gleichzeitig wie der typische Junge von nebenan. Jeder seiner Gesichtsausdrücke passt perfekt zu seiner Situation und zeigt dem Zuschauer klar und deutlich, wie er sich gerade fühlt.

Fazit

Obwohl mir schlussendlich ein letzter Funke gefehlt hat, um mich komplett von den Socken zu reißen, lässt sich als Fazit sagen, dass Love, Simon ein toller Film ist, der erst die Lachmuskeln strapaziert und dann das Herz und bei manchen die Tränendrüsen. Jeder verdient eine Liebesgeschichte und Simons Liebesgeschichte verdient es, gesehen zu werden.

© 2018 Twentieth Century Fox

Genre-Wirrwarr – Romance oder Fantasy?

Wenn man sich mal näher mit Genre beschäftigt, wird einem erst klar, wie viele Unterkategorien es eigentlich gibt. Natürlich kann man es in die Oberbegriffe Romance, Fantasy, Krimi und so weiter einteilen, aber selbst das fällt manchmal schwer.

Statt jetzt genauer auf die vielen Unterkategorien einzugehen, will ich ein bisschen darüber schreiben, wieso ich genau in den beiden Genre schreibe, in denen ich schreibe, und welches mir davon lieber ist.

Fantasy

1. Es ist mein Lieblingsgenre zum Lesen.

2. Wenn man Fantasy schreibt, hat man viele Möglichkeiten. Man kann seiner Hauptfigur so viele Gaben geben, die Welt beugen, wie man will. Solange es noch einigermaßen logisch ist.

3. Man kann die Handlung mit einem neuen Wesen wieder komplett unterschiedlich aufziehen. Eine Liebesgeschichte zwischen einem Vampir und einem Menschen sieht sich anderen Schwierigkeiten gegenüber, als eine Liebesgeschichte zwischen einer Hexe und einem Menschen.

Romance

1. Eine Geschichte ohne Liebesgeschichte ist für mich nur halb so gut.

2. Liebesszenen sind die Szenen, die mir am meisten Spaß beim Schreiben machen.

3. In einer realen Welt muss man sich nicht so viel ausdenken, sondern kann die Gegebenheiten nutzen, die schon existieren.

Romance oder Fantasy

Obwohl mir Romance auch viel Spaß beim Schreiben macht, ist es doch noch schöner, wenn ein kleiner Funke Fantasie dabei ist. Der Großteil meiner derzeitigen Ideen ist Fantasy, weil mir dazu auch einfach schneller etwas einfällt. Vielleicht ändert sich das irgendwann noch, aber derzeit sieht es eher nicht so aus.