Hinter den Kulissen des Schreibprozesses

Buchtitel finden – Was muss ich beachten?

Den richtigen Buchtitel zu finden, ist häufig nicht so leicht. Für manche Autoren ist das während des Schreibprozesses total unwichtig, während andere ohne den passenden Titel nicht anfangen können zu schreiben.

Ich gehöre zur zweiten Hälfte. Für mich ist es wichtig, dass das Buch einen einigermaßen annehmbaren Titel hat, bevor ich zu schreiben anfange. Bei veröffentlichten Büchern bin ich schon kein Fan von diesen Namenstitel, also z.B. Joe & Lexi, deswegen will ich das auch auf keinen Fall bei meinem Buch stehen haben.

So gehe ich vor, wenn ich einen Buchtitel finden möchte

Wenn ich meine Titel suche, dann habe ich nebenbei auch immer Amazon auf. Natürlich ist es so, dass ein Verlag schlussendlich das letzte Wort hat, aber trotzdem will ich einen Titel, den man möglicherweise benutzen könnte. Schreiben dauert ja doch immer etwas länger und dann gewöhne ich mich schon zu sehr daran. Deswegen schaue ich bei jedem Titel, der mir einfällt, ob es ihn schon gibt. Denn in Deutschland gilt der Titelschutz. Das bedeutet, ein Titel darf nur einmal vergeben werden. Außer es handelt sich um Einworttitel wie Neid oder Hass. Gleichzeitig solltet ihr euch auch dann überlegen, ob ihr wirklich wollt, dass die Leser mehrere Titel finden, wenn sie danach googlen.

Inzwischen bin ich soweit, dass ich meistens den Arbeitstitel bis zum Ende behalte, aber anfangs habe ich meinen Arbeitstitel oft während des Schreibens geändert.

Meine Beispiele:

Dangerous Love -> Magica – Quelle der Macht

Un amore italiano -> Immersion – Die letzte Erbin -> Italian Escape – Die letzte Erbin

Joe & Lexi -> Entflammtes Erbe (Ich weiß, dass da noch ein Zwischenschritt war, aber ich kann mich partout nicht mehr an den Titel erinnern)

Ein neuer König für Camelot -> Excaliburs Vermächtnis

Frozen Path -> Ein Pfad aus Eis und Liebe

Elfentraum -> Elfentochter -> Höllenflügel

Meine Entscheidungskriterien beim Buchtitel finden

Ich suche mir meist etwas, das zu dem Buch passt, aber nicht schon zu oft benutzt wurde. Zum Beispiel “der letzte Sommer”. Das ist etwas, was man schon öfter gelesen hat und von dem ich deswegen meist Abstand nehme.

Überlegt euch für den Titel, was das Essenzielle in eurem Buch ist.

  • Welche Schwierigkeiten müssen eure Protagonisten überwinden?
  • Welche Wesen spielen eine Rolle?
  • Wo spielt das Buch?
  • Wer genau ist eurer Protagonist oder eure Protagonistin?

Eine oder mehrere dieser Fragen werden euch Punkte liefern, mit denen ihr dann basteln könnt.

Beispiel: Entflammtes Erbe

Entflammt -> Phönixe sind gegen Flammen immun und können ohne Probleme in Flammen aufgehen. Das tun sie in der Geschichte am Anfang aus und deswegen passt der Titel

Erbe -> es geht um Familiengeheimnisse, die aufgedeckt werden

Kurz zusammengefasst:

  1. Denkt bei der Titelsuche immer daran, dass ein Verlag selbst auch noch eigene Vorstellungen hat und es da zu Änderungen kommen kann.
  2. Im Gegensatz dazu müsst ihr beim Selfpublishing darauf achten, dass es den Titel nicht schon einmal gibt. In Deutschland existiert Titelschutz, weswegen ihr immer auf gängigen Plattformen überprüfen solltet, ob euer Wunschtitel noch frei ist. Amazon ist dazu schon eine gute Wahl, weil der Großteil der Bücher dort verkauft wird und viele Selfpublisher dort exklusiv veröffentlichen.
  3. Versucht euch auch in den Kopf des Lesenden zu versetzen. Was erwartet die Person bei eurem gewünschten Titel?

Ein Kommentar

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert