Hinter den Kulissen des Schreibprozesses

Möglichkeiten Ideen zu plotten

Jeder Autor plottet anders. Manche plotten gar nicht. Anfangs habe ich auch nicht geplottet, sondern einfach ins Blaue hineingeschrieben. So sind meine ersten Bücher auf Wattpad entstanden. Vor allem bei Chroniken des Himmels hat mich das zum Ende hin echt in Schwierigkeiten gebracht. Deswegen gehört es bei mir inzwischen fest dazu, Ideen zu plotten, bevor ich zu schreiben beginne. Hier zeige ich euch die beiden Varianten, die ich getestet habe. Erst einen eher freien Plot, der noch viel Freiräume lässt. Dann einen Kapitelplan, in dem schon genau erklärt wird, was in einem Kapitel passiert.

Ideen Plotten mit einem freien Kapitelplan

Mit Magica habe ich zum ersten Mal geplottet, da ich da mit den Sichten aufpassen musste, dass sie gut aufeinander passen. Deswegen habe ich mir einen Kapitelplan gebaut, bei dem ich darauf geachtet habe, dass die Sichten sich regelmäßig abwechseln. Da Magica etwas spoilern könnte, habe ich hier den Anfang von Italian Escape, um zu zeigen, wie mein Kapitelplan damals aussah.

Plotten IE
Plot vor dem Schreiben als Beispiel

Während der Überarbeitung ist der Prolog zu Kapitel 1 geworden und alles hat sich von der Nummerierung verschoben, aber von der Handlung her ist es gleich geblieben. Wie ihr sehen könnt, ist die Notiz zu einem Kapitel meist keine große Vorgabe, sondern eher eine Art Titel und dadurch hatte ich noch einen großen Handlungsspielraum. Es musste nur der Teil aus der Notiz auf irgendeine Art und Weise umgesetzt werden.

Manchmal wird aus einem Kapitel beim Schreiben zwei, aber das lässt sich in einem Word-Dokument zum Glück einfach ändern.

Das war mir da auch sehr wichtig. Zwar wollte ich vor Beginn des Schreibens den Großteil der Kapitel gefüllt haben und auf jeden Fall die wichtigsten Handlungspunkte festsetzen, aber während des Schreibens kann sich immer wieder was ändern. Bei Entflammtes Erbe habe ich zum Beispiel das Ende einige Male geändert, bei Excaliburs Vermächtnis einige Kapitel verlängert.

Diese Veränderungen machen auch deutlich, dass mein damaliges Plotten noch recht frei war und ich mir immer wieder etwas neues überlegen oder Sachen anpassen musste. Das ging bei meinen ersten Büchern gut, aber seit Ein Pfad aus Eis und Liebe gehe ich beim Plotten einen Schritt weiter.

Ideen plotten mit exaktem Kapitelplan

Seit meiner Frystandra-Reihe besteht mein Plotten nicht mehr nur aus einem Kapitelplan. Ich überlege mir zuerst die großen Wendepunkte für die Handlung. Bei Reihen erstreckt sich das über die ganze Reihe, bei Einzelbänden nur über den einen Teil. Dann mache ich den 16 Personalities Test mit meinen Protagonisten, um für sie ein Gefühl zu bekommen. Genauer gehe ich in meinem Beitrag über die Charaktererstellung auf diesen Aspekt ein.

Zu guter Letzt bastle ich mir wieder einen Kapitelplan, aber der ist viel ausführlicher als die bei meinen ersten Büchern. Es sind nicht mehr nur einzelne Punkte, die ich reinschreibe, sondern ich gehe sehr genau darauf ein, wie das Kapitel ablaufen soll. Während des Schreibens mache ich das dann im Notizbuch nochmal kleinteiliger. Ein Beispiel für diesen Plot findet ihr in meinem Beitrag über meine Erfahrung mit Papyrus-Autor und in meinem Beitrag darüber, wie ich meine Notizbücher nutze.

Fazit

Früher dachte ich, dass mich so eine Arbeitsweise den Spaß und die Kreativität nehmen könnte, doch das Gegenteil ist der Fall. Das Schreiben macht richtig Spaß, weil ich mich auf das momentane Geschehen konzentrieren kann und nicht überlegen muss, wie es weitergeht. Die Worte fließen einfach aus mir heraus und durch den Personality-Test kenne ich meine Protas von Anfang an echt gut. Außerdem macht schon das Plotten an sich extrem viel Spaß.

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