Hinter den Kulissen des Schreibprozesses

Schreibanfänge: Wieso habe ich zu schreiben begonnen?

Meine Schreibanfänge liegen nun schon etwas zurück. Ich war damals in der zehnten Klasse, als ich meine ersten Seiten getippt habe. Wie es dazu kam und was alles passierte, bevor ich mein erstes Buch veröffentlichte, erfährst du in diesem Beitrag.

Als ich nicht mehr auf eine Fortsetzung warten wollte

Mit etwa 15/16 habe ich die Jungs zum Anbeißen-Reihe von Mari Mancusi geliebt. Zu dem Zeitpunkt war Teil 5 erschienen und ich musste auf den sechsten warten. Aber darauf hatte ich keine Lust. Also spann ich in meinem Kopf eigene Überlegungen, wie es weitergehen könnte. Dieses habe ich dann auch aufgeschrieben. Beendet habe ich meinen eigenen sechsten Teil übrigens nie.

Das war dann allgemein mein Problem. Nach dieser Art Initialzündung hatte ich viele weitere Ideen, aber keine hat es über eine Länge von etwa 20 Seiten geschafft. Schon nach wenigen Kapitel fand ich die Idee meist schon wieder blöd.

Das einzige Skript, das ich zu diesem Zeitpunkt wirklich beendet habe, war der vierte Teil der Jungs zum Anbeißen Reihe aus der Sicht der anderen Zwillingsschwester. Aber da hatte ich schon eine Handlung vorgegeben und habe nur die Sicht geändert. Na ja und die Handlung vielleicht auch bisschen verändert, weil ich es blöd fand, dass der Freund der Prota in dem Teil gar nicht auftaucht.

Meine Schreibanfänge auf Wattpad und die ersten beendeten Bücher

Einige Zeit später war ich auf der Suche nach einer kostenlosen App zum Lesen auf dem Handy. So habe ich dann Wattpad entdeckt. Trotzdem hat es noch etwa ein halbes Jahr gedauert, bis ich meine erste eigene Geschichte auf der Plattform hochgeladen habe. Die Idee zu Live your dream hatte ich damals auf der Heimfahrt vom Skifahren. Obwohl es kein richtiges Plotten war, habe ich die grundsätzliche Idee in diesen knapp zwei Stunden entwickelt. Passenderweise handelte es sich dabei um eine Geschichte, die sich um die Verfilmung der Jungs zum Anbeißen-Reihe dreht.

Live your dream war dann auch das erste Buch, das ich wirklich beendet habe. Gut, mit etwa 25.000 Wörtern war es etwas kurz (was mir damals gar nicht so bewusst war), aber es hatte einen Anfang und vor allem ein Ende. Im Gegensatz zu meinen früheren Schreibversuchen hatte ich es Dank Wattpad geschafft, ein Skript zu beenden.

Wenig später kam dann die Idee zu Chroniken des Himmels 1, weil ich auch etwas über Engel schreiben wollte. Ohne diese Reihe wäre ich heute wohl nicht hier. Sie war und ist der wahre Lesermagnet, womit ich niemals gerechnet hätte. Meine Leserschaft auf Wattpad hat mir gezeigt, dass ein Interesse an meinen Geschichten besteht. Und so traute ich mich nach einigen Jahren, endlich Bewerbungen an Verlage zu schicken.

Auf Umwegen zum ersten Verlagsvertrag

Magica hatte ich ausgesucht, weil es zu diesem Zeitpunkt meiner Meinung nach mein bestes Buch war. Nicht die Chroniken, da diese schon etwas älter und vom Schreibstil nicht ganz so ausgereift waren. Sie waren ein klarer Teil meiner Schreibanfänge und noch nicht gut genug. Wenig später habe ich die erste Zusage erhalten. Nur passierte nach dem unterschriebenen Vertrag nichts mehr. Bis ich etwa zwei Monate später über die Sozialen Medien erfuhr, dass der Verlag pleite war und daher geschlossen wurde.

Das war dann erstmal deprimierend. Doch zum Glück wurde der Verlag von einem anderen übernommen und so kam es doch zu meinem Debüt, das inzwischen über 5 Jahre her ist.

Was haben mich meine Schreibanfänge gelehrt?

  1. Manchmal braucht es Zeit, um den nächsten Schritt zu gehen.
  2. Manchmal ist auch etwas Glück nötig.
  3. Meine Lesenden sind das, was mich antreibt. Ohne euch wäre ich keine Autorin.

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